Guban wieder Zuhause – Tierschutz mal anders

Dieses Happy-End ist nur möglich gewesen, weil viele Leute selbstlos geholfen haben.

Guban, der durch einen anderen Verein nach Aachen vermittelt wurde, hat seit dem 15.09.07 bei seiner Familie für große Aufregung gesorgt. Er war einfach aus dem Haus gelaufen, als Herrchen was zur Mülltonne bringen wollte. Guban der erst 5 Tage bei seiner Familie war, kannte sich nicht wirklich in Aachen und Umgebung aus.

Durch eine befreundete Tierschützerin, die Guban auch nicht vermittelt, aber von der Sache erfahren hatte, wurden wir darauf aufmerksam.

Sofort war klar, auch wir müssen helfen, dass Guban wieder in seines neues Zuhause kommt. Hatten wir doch vor zwei Jahren selber Murphy gesucht, der leider bis heute noch nicht wieder bei seiner Familie ist.

Es begann eine fantastische Suchaktion. Alle Involvierten haben nach ihren Möglichkeiten geholfen. Es wurden zahlreiche Suchplakate geklebt und das nicht nur in der nächsten Umgebung, sondern in einem recht großen Radius rund um Aachen. Leute wurden auf Spaziergängen informiert, es erschien ein Artikel in der Wochenendzeitung, welche überregional auch in den benachbarten Niederlanden verteilt wird und Frank Weißkirchen (Hundetrainer, der sich auf das Einfangen von entlaufenen Hunden spezialisiert hat) wurde eingeschaltet.

Durch eine gute Koordination untereinander, die Einrichtung einer Karte bei Google Maps, wo wir die zahlreichen Sichtungen, die Dank des Zeitungsartikels und der Plakate regelmäßig eingingen, eintragen konnten, konnten das Ganze dann schließlich am 06.10.07 zu einem glücklichen Ende gebracht werden und Guban musste nicht mit dem Betäubungsgewehr eingefangen werden, was für den nächsten Tag auf dem Plan stand.

Auf der Aachen-Karte konnten wir anhand der eingetragenen Sichtmeldungen ein Laufschema erkennen. Glücklicherweise hatte bereits eine der fleißigen Helferinnen in dem Gebiet, das Guban dann tatsächlich als nächstes ansteuerte/anlief, Suchplakate aufgehängt. So konnte der entkräftete und humpelnde Guban an dem Abend von einer beherzten Hundebesitzerin eingefangen werden. Sie hatte das Plakat kurz zuvor gesehen und ihr war klar wen sie vor sich hatte. Sofort hat sie versucht den scheuen Guban mit Leckerchen zu locken und es gelang ihr mit viel Geduld tatsächlich ihn einzufangen.

Wir alle konnten kaum glauben, was wir nacheinander am Telefon erfahren haben. Guban war wieder da und konnte endlich nach 3 Wochen wieder zu seiner Familie zurück.

Hier können Sie sehen, welche Strecke Guban in den drei Wochen mehrfach zurückgelegt hat.

Wir hoffen auch anderen Leuten Mut machen zu können, damit sie nicht die Hoffnung aufgeben, dass ein vermisstes Tier doch noch gefunden werden kann nach so langer Zeit. Guban hat die Zeit recht gut überstanden. Er war zwar sehr dünn und vollkommen fertig, aber er war durchaus in einem einigermaßen guten Zustand.

Da wir die Familie weiterhin begleiten werden, werden wir zu einem späteren Zeitpunkt gerne über seine Fortschritte berichten.


Hier noch der persönliche Dank von Gubans Familie:


Liebe Helferinnen und Helfer auf der Suche nach Guban,

wir freuen uns riesig, dass die nervenaufreibenden letzten drei Wochen der Suche nun endlich vorbei sind und Guban, der in Zukunft Speedy( warum wohl?) heißen soll, wieder bei uns ist.
Neben dem souveränen Eingreifen einer hundeerfahrenen Frau im richtigen Moment war wichtig für den Erfolg der Suche, dass so viele Suchmeldungen verteilt und über Radio und Zeitung lanciert worden sind.

Allen, die daran beteiligt waren, möchten wir herzlich danken!

Wir sind bei allen Nerven, die wir in den letzten drei Wochen auf der Suche nach Guban-Speedy gelassen haben, überwältigt von der Fülle der Hilfe, Solidarität und des Mitgefühls, die wir von unheimlich vielen Menschen erhalten haben, die sich in unsere Situation einfühlen konnten.

Da wir das für etwas ganz besonderes  halten, werden wir diese Unterstützung immer in guter Erinnerung behalten.

 


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